Datenleck bei British Airways: Weit mehr Kunden betroffen, als zuerst angenommen

Vielleicht hast du im Sommer – zur Hauptreisezeit – auch davon gehört: British Airways musste ein Datenleck eingestehen. Die große Fluglinie gab damals bekannt, dass Hundertausende Kunden vom Diebstahl betroffen seien. Jetzt hat British Airways diese Zahl leider revidiert. 185.000 weitere Kunden sind Opfer des Datenleckes geworden und sollen sich auf Anraten der Fluggesellschaft mit ihrem Bankinstitut in Verbindung setzen.

Seit British Airways Anfang September einen „Diebstahl von Kundendaten“ offiziell machte, wurde fleißig ermittelt. Leider haben diese Ermittlungen ergeben, dass weitere 185.000 Kunden von dem Diebstahl betroffen sind. Ob es sich um die gleiche Sicherheitslücke wie damals handelt, oder um eine weitere, ist nicht bekannt. Auf Anfrage von golem.de gab British Airways aber an, es handle sich um den „gleichen kriminellen Datendiebstahl”.

Auch 77.000 CVV-Nummern gestohlen

Leider hatten die Angreifer nicht „nur“ Zugriff auf Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse und Anschrift. Vor allem auch Finanzdaten sollen abgegriffen worden sein. 77.000 der Kunden könnten sogar dem Risiko ausgesetzt sein, dass ihre CVV-Nummer gestohlen wurde. Was natürlich besonders gefährlich ist.

Betroffen sind nach Angaben von British Airways Kunden, die zwischen 21.4. und 28.7. Tickets mit Kreditkarte und Prämienmeilen gekauft haben. Bei der ersten Information im September handelte es sich um einen anderen Buchungszeitraum für Buchungen via App oder Webseite, nämlich 21.8. bis 5.9. Eine Information der Fluggesellschaft an die betroffenen Passagiere ist erfolgt.

Rat an Kunden: mit Bank in Kontakt treten

British Airways empfahl den betroffenen Kunden, ihre Bank zu informieren. In einem solchen Fall ist es üblich, dass die Kreditkarte ausgetauscht wird, um die Gefahr eines Betrugs vollkommen auszuschalten. Normalerweise fällt keine Gebühr an, nur auf das Eintreffen der neuen Karte müssen sich die Kunden ein wenig gedulden.

Vorwurf: British Airways gibt Kundendaten weiter

Generell hat British Airways anscheinend Probleme mit Zahlenangaben: In der Erstinformation war noch von 380.000 verlorenen Kreditkartendaten die Rede. Jetzt sind es weniger, nämlich 244.000. Trotz dieser großen Gesamtzahl von über 400.000 Kreditkartendaten (inklusive der zweiten Datenrange von 185.000) gab es angeblich noch keinen damit verbundenen Missbrauch, so British Airways. Wie der Datendiebstahl überhaupt möglich war, ist noch nicht bekannt. Allerdings kam die Fluggesellschaft in Kürze erst unter Kritik, weil sie angeblich nicht genug Sorgfalt beim Umgang mit Kundendaten an den Tag legt. British Airways gebe auch Daten an Werbefirmen weiter, so der Vorwurf.

Quelle: golem.de

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Im Sommer gab British Airways bekannt, dass Hundertausende Kunden von einem Datendiebstahl betroffen seien. Jetzt wurde diese Zahl leider revidiert. 185.000 weitere Kunden sind Opfer des Datenleckes geworden und sollen sich auf Anraten der Fluggesellschaft mit ihrem Bankinstitut in Verbindung setzen.
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