Facebook baut Spionage-Möglichkeiten aus: Smarter Lautsprecher belauscht dich & sammelt Daten

Nicht nur, dass Facebook es bei seinem sozialen Netzwerk mit der Privatsphäre seiner User nicht so genau nimmt: Mit einem eigenen smarten Facebook-Lautsprecher bahnt sich das Unternehmen jetzt auch einen Weg ins Zuhause der Nutzer. Dort kann es dann munter lauschen, Daten weiterleiten und allerhand andere verwerfliche Dinge tun …

Facebook hat mit seinen neuen Lautsprechern natürlich nur Gutes im Sinn. Es gilt schließlich, das Leben der Nutzer zu erleichtern – und diese ganz nebenbei ordentlich auszuspionieren. Das Unternehmen selbst sieht sich als großer Retter der menschlichen Beziehungen. Denn die Lautsprecher mit Kameras und Monitoren wurden auch weiter voneinander entfernte Personen einander näherbringen.

Neuer Mitbewohner Facebook-Spion

Allerdings bleibt es nicht beim Video-Telefonieren. Die Geräte können nämlich außerdem ihre Hausherren belauschen und diese Infos auch weitergeben. Natürlich ging ein Aufschrei durch die Welt, Datenschutz-Verfechter gingen auf die Barrikaden. Facebook beschwichtigte zuerst einmal und gab an, dass die Lautsprecher „nicht zuhören, zusehen oder Inhalte der damit getätigten Videoanrufe aufzeichnen”. Die Geräte können weder Gesichter erkennen, noch Nutzer identifizieren. Und überhaupt kann man ja alles löschen, wenn man will. Und mit dem sozialen Netzwerk gäbe es ja sowieso keine Berührungspunkte.

Kritik zuerst abgewiesen, jetzt zugegeben

Wer’s glaubt, wird selig. Und anscheinend hat sogar Facebook selbst den Glauben an seine Entkräftung der Kritikpunkte verloren. Denn kurz darauf gab der Konzern dann doch zu, was sich sowieso alle gedacht haben: „Portal Voice calling basiert auf der gleichen Infrastruktur wie der Messenger. Tätigen Sie also einen Anruf über Portal, werden die gleichen Daten gesammelt (zum Beispiel Länge und Häufigkeit von Anrufen), die auch über Geräte mit dem Messenger gesammelt werden. Wir könnten diese Informationen für die Werbeanzeigen nutzen, die wir Ihnen auf unseren Plattformen zeigen. Andere allgemeine Nutzerdaten, wie die aggregierte Nutzung von Apps, könnten auch Teil der Informationen werden, die wir in Werbemaßnahmen einfließen lassen.”

Facebook setzt Lautsprecher-Daten für Werbung ein

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Lautsprecher sammeln Daten. Die Lautsprecher leiten die Daten weiter und Facebook setzt sie zu Werbezwecken ein. Sagt selbst Facebook. Man kann sich dem Kommentar von Ido Kolovaty, Rechts-Professor an der Universität Tulsa eigentlich nur anschließen: „Und Facebook so…schaut euch dieses coole, neue Gadget an, das euch belauscht und gruselige Dinge mit den Informationen tut, die es sammelt.” Also, für uns ist klar: So etwas kommt uns garantiert nicht ins Haus! Wobei: Auch andere Kollegen der neuen Facebook-Erfindung belauschen ihre Nutzer – man denke an Alexa alias James Bond oder den Google Echo …

Quelle: futurezone.de; Foto: crello

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Nicht nur, dass Facebook es bei seinem sozialen Netzwerk mit der Privatsphäre seiner User nicht so genau nimmt: Mit einem eigenen smarten Facebook-Lautsprecher bahnt sich das Unternehmen jetzt auch einen Weg ins Zuhause der Nutzer. Dort kann es dann munter lauschen, Daten weiterleiten und allerhand andere verwerfliche Dinge tun …
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