WohlTÄTER – Hacking mal anders

Unter den Hackern gibt es scheinbar auch immer wieder echte Menschenfreunde. In regelmäßigen Abständen hört man von Hackern, die ihre Fertigkeiten wirklich nützen, um Gutes zu tun. So geschah es auch im Fall des Russisch sprechenden Hackers Alexey. 100.000 Router der Marke MikroTik wiesen Sicherheitslücken auf, die dank seiner akribischen Arbeit geschlossen wurden. Diese Lücken waren seitens des Router-Produzenten bereits im April 2018 entdeckt worden. Man reagierte prompt mit einem Patch.

Leider gab es immer noch 100000 Geräte, die nicht in den Genuss des Sicherheitsupdates kamen. Dieses Manko wurde von Alexej „nachbearbeitet“. Um die Router sicher zu machen, habe er einfach Firewall-Regeln hinzugefügt. Diese sollten das ungefragte Eindringen durch Angreifer verhindern. Cyberkriminelle hatten zuvor durch die Sicherheitslücken Zugriff auf sämtliche Nutzerdaten erhalten. Alexey gab laut Internetmagazin ZDNet die ganze Aktion zu.

Chatten mit dem Hacker?

Der sicherheitsbewusste „Wohltäter“ klärte die Betroffenen sogar auf und bat die Möglichkeit über Telegram mit ihm in Kontakt zu treten. Dieser Einladung ist nur ein Bruchteil der Router-Eigentümer gefolgt. Einige fanden die Initiative gut und bedankten sich, viele waren jedoch nicht gerade begeistert von der ungefragten Manipulation ihrer Geräte.

Sicherheitslücke CVE-2018-14847

CVE-2018-14847 heißt die Sicherheitslücke, die missbraucht wird um Zugangsdaten auszulesen und sich bei den Routern einzuloggen. Immer wieder wurden Geräte für verstecktes Cryptomining missbraucht. Der Fachmann für IT-Sicherheit, Troy Mursch, soll laut ZDNET bei mehr als 420.000 Geräten Hinweise auf derartige Infektionen gefunden haben.

Illegal oder ein Kavaliersdelikt?

Die beinahe charmante Tat war vom Grundgedanken her offensichtlich gut gemeint. Das Strafrecht der meisten Länder unterscheidet jedoch kaum zwischen guten und bösen Hacks. Der Begriff „hacken“ nähert sich hier jedenfalls wieder seiner ursprünglichen Bedeutung.

FAZIT: Immer brav patchen und das Sicherheitsupdate machen, sonst wirst du gehackt.

Quelle: Standard Online

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Unter den Hackern gibt es scheinbar auch immer wieder echte Menschenfreunde. In regelmäßigen Abständen hört man von Hackern, die ihre Fertigkeiten wirklich nützen, um Gutes zu tun. So geschah es auch im Fall des Russisch sprechenden Hackers Alexey. 100.000 Router der Marke MikroTik wiesen Sicherheitslücken auf, die dank seiner akribischen Arbeit geschlossen wurden. Allerdings griff er dazu ungefragt in die Systeme der User ein ...
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